


Gründung:
Facel (sprich: Fassäl) war ein französisches Unternehmen, welches Metallobjekte entwarf und fertigte. Sitz der 1939 von Jean C. Daninos gegründeten Facel S. A. war 19, Avenue George V, Paris. Innerhalb des Unternehmens wurde Anfang der 1950er die Abteilung «Facel-Vega» (benannt nach dem Stern Wega) gegründet, welche mit Erfolg zwischen 1954 und 1964 extrem aufwendige und hochpreisige Sportwagen fertigte. 1959 wurde mit der Facellia erstmals auch ein Modell der oberen Mittelklasse vorgestellt. Es hatte statt dem Chrysler-V8 einen von Facel selbst konstruierten Vierzylindermotor, der Probleme bereitete. Das Abenteur im breiten Markt überforderte das Unternehmen und führte zur Beendigung der Fahrzeugproduktion.
Entwicklung:
1954 kam der Facel Vega auf den Markt. Die Instrumente erinnerten mehr an ein Flugzeugcockpit als an ein Automobil; die fast schon übergrossen Trommelbremsen verliehen eine Aura der Sicherheit, die zu jener Zeit nicht selbstverständlich war. Die britische Automobilpresse bezeichnete bald den Facel Vega als «the second best car in the world» nach Rolls-Royce, versteht sich.
Die Geschäfte liefen sehr gut und Jean Daninos plante daher, die Modellpalette nach unten mit einem preiswerteren Einsteigermodell abzurunden. 1959 wurde der Facel Facellia vorgestellt. Auch der ab 1963 gebaute Facel Vega III mit zuverlässigem Volvo-Motor konnte die Katastrophe nicht mehr abwenden. Vom Facel Vega II, welcher im Museum steht, wurden 182 Stück produziert. Das Fahrzeug ist nahezu im Originalzustand und wird regelmässig gefahren.